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Paket 1 · Wirtschaftlichkeit für Forstunternehmer

Weißt du, was dich eine Harvesterstunde kostet?

Die meisten Forstunternehmer schätzen. Wir rechnen es mit dir aus, Maschine für Maschine. Danach weißt du, welcher Preis sich lohnt, welcher Kunde dir Geld bringt und wo du jedes Jahr Geld verlierst.

  • 1 Beratertag
  • 3.500 € netto
  • 50–80 % BAFA-Zuschuss
Illustration: zufriedener Forstunternehmer mit Helm und Tablet vor einem Fichtenwald

Kurz erklärt

Das Paket Wirtschaftlichkeit von Wald verbindet ist eine BAFA-geförderte Einzelberatung für Forstunternehmer. Wir berechnen den Maschinenkostensatz je Maschinenstunde, den Deckungsbeitrag je Auftrag und Auftraggeber und die Preisuntergrenze je Festmeter. Ergebnis ist ein schriftlicher Maßnahmenplan mit konkreten Schritten. Umfang: 1 Beratertag, Honorar 3.500 € netto, Zuschuss 50 oder 80 % je nach Region.

In einfachen Worten

Wir machen drei Dinge

Wir rechnen.

Was kostet jede deiner Maschinen pro Stunde? Mit allem: Kauf, Zinsen, Reparatur, Diesel, Fahrer, Versicherung.

Wir vergleichen.

Welche Aufträge und welche Kunden bringen dir Geld? Und bei welchen legst du drauf, ohne es zu merken?

Wir planen.

Was machst du ab morgen anders? Du bekommst einen Plan, Schritt für Schritt, schriftlich.

Vier Beispiele aus dem Forstalltag

So sieht das in Zahlen aus

Alle Beispiele zeigen einen erfundenen Musterbetrieb mit typischen Werten. Deine Zahlen sehen anders aus. Genau die rechnen wir aus.

BEISPIEL 1 · DIE MASCHINENSTUNDE

Diesel ist nur ein Bruchteil

Viele denken bei Kosten zuerst an den Diesel. Der macht beim Harvester aber nur etwa ein Achtel der Kosten aus. Der größte Brocken ist die Maschine selbst: Kaufpreis, Wertverlust und Zinsen.

Im Beispiel kostet eine Harvesterstunde 168 €. Wer mit 120 € rechnet, arbeitet jede Stunde mit Verlust und merkt es erst am Jahresende.

Du weißt danach auf den Euro, was jede Maschine pro Stunde kosten darf.

Harvester, Kosten je Maschinenstunde

Wertverlust Maschine
46 €Kaufpreis minus Restwert, verteilt auf 9.600 Stunden: 45,8 €
Fahrer
35 €30 € je Arbeitsstunde, 85 % davon Maschinenstunden: 35,3 €
Reparatur & Wartung
35 €Erfahrungswert je Stunde: 35,0 €
Diesel
22 €14 l × 1,60 €: 22,4 €
Zinsen
12 €6 % auf das durchschnittlich gebundene Kapital: 12,4 €
Verwaltung & Sonstiges
10 €Büro, Fahrzeug, Telefon, anteilig: 10,0 €
Versicherung
8 €12.000 € pro Jahr ÷ 1.600 Stunden: 7,5 €
Summe je Maschinenstunde168 €

Annahmen: Kaufpreis 550.000 €, Restwert 110.000 €, 6 Jahre, 1.600 Maschinenstunden pro Jahr, 6 % Zins, 14 l Diesel pro Stunde à 1,60 €, Fahrer 30 € je Arbeitsstunde.

BEISPIEL 2 · DER KLEINE HIEB

Unter 515 Festmetern legst du drauf

Der Harvester schafft im Beispiel 18 Festmeter pro Stunde. Bei 168 € pro Stunde kostet dich also jeder Festmeter 9,33 €. Bezahlt werden 10,50 €. Bleiben 1,17 € pro Festmeter.

Dann kommt das Umsetzen mit dem Tieflader: 600 €. Das musst du erst einmal wieder reinholen. Bei einem Hieb mit 400 Festmetern gelingt das nicht.

Du weißt danach, ab welcher Menge sich ein Auftrag lohnt, und kannst für kleine Hiebe eine Umsetzpauschale verlangen.

Hieb mit 400 Festmetern

Erlös (400 Fm × 10,50 €)4.200 €
Harvesterkosten (400 Fm × 9,33 €)− 3.733 €
Umsetzen Tieflader− 600 €
Ergebnis− 133 €

Gewinnschwelle: 600 € ÷ 1,17 € je Fm ≈ 515 Festmeter. Mit 250 € Umsetzpauschale wird derselbe Hieb positiv (+ 117 €).

BEISPIEL 3 · DER BESTE KUNDE

Der höchste Festmeterpreis ist nicht der beste Kunde

Kunde B zahlt 16 € pro Festmeter, Kunde A nur 11 €. Klingt klar. Aber bei Kunde B ist das Gelände schwieriger, die Hiebe sind klein, und du setzt ständig um.

Rechnet man pro Maschinenstunde, dreht sich das Bild: Kunde A bringt dir fast doppelt so viel wie Kunde B.

Du weißt danach, welche Kunden du ausbauen solltest und wo du nachverhandeln musst.

Was bleibt je Maschinenstunde?

Kunde AKunde B
Preis je Festmeter11,00 €16,00 €
Leistung je Stunde20 Fm14 Fm
Erlös je Stunde220 €224 €
Maschinenkosten− 168 €− 168 €
Umsetzen, anteilig− 6 €− 28 €
Bleibt je Stunde46 €28 €

Kunde A: Hiebe mit 2.000 Fm. Kunde B: Hiebe mit 300 Fm. Umsetzen jeweils 600 €.

BEISPIEL 4 · DER STILLSTAND

300 Stunden Stillstand kosten fast 20.000 €

Der Harvester kostet dich auch Geld, wenn er steht: Wertverlust, Zinsen, Versicherung. Im Beispiel sind das rund 105.000 € im Jahr.

Läuft er 1.600 Stunden, trägt jede Stunde 65,70 € davon. Läuft er nur 1.300 Stunden, weil er auf Freigaben wartet oder in der Werkstatt steht, sind es 80,90 €. Die fehlenden 300 Stunden bezahlt dir niemand.

Du weißt danach, wo deine Stunden verloren gehen, und bekommst Maßnahmen für eine bessere Auslastung.

Fixkosten je Maschinenstunde

Fixkosten pro Jahr105.100 €
bei 1.600 Stunden65,70 € / Std.
bei 1.300 Stunden80,90 € / Std.
Ungedeckt bei 1.300 Std.≈ 19.700 € / Jahr

300 Stunden × 65,70 € Fixkosten, die ohne Einsatz nicht verdient werden.

Ergebnisse

Das hast du am Ende in der Hand

  • Kostensatz je MaschineHarvester, Forwarder, Rückeschlepper, Transport. Als Tabelle, die du selbst weiterführst.
  • Deine PreisuntergrenzeJe Festmeter und je Stunde. Darunter nimmst du keinen Auftrag mehr an.
  • Kunden-RanglisteWelcher Auftraggeber bringt dir wie viel pro Maschinenstunde?
  • Mindestmenge und UmsetzpauschaleAb wann lohnt sich ein Hieb, und was verlangst du darunter?
  • Investitions-CheckNeue Maschine, gebraucht, Leasing oder mit einem Partner teilen: was sich für dich rechnet.
  • MaßnahmenplanSchriftlich, mit Reihenfolge: was du wann umsetzt.

Was du davon hast

Mehr Geld pro Stunde. Und mehr Ruhe im Kopf.

  • Sicher im Preisgespräch. Du kennst deine Zahlen und musst nicht mehr raten.
  • Bessere Aufträge. Du nimmst die, die sich lohnen, und sagst bei den anderen Nein oder verhandelst nach.
  • Klare Entscheidungen. Bei der nächsten Maschine rechnest du, statt zu hoffen.
  • Stark bei der Bank. Mit sauberer Kalkulation gehst du anders ins Kreditgespräch.

Ablauf

So läuft die Beratung ab

  1. ½ TAG · BEI DIR VOR ORTBestandsaufnahme

    Wir sehen uns Maschinen, Aufträge und Zahlen gemeinsam an. Du erzählst, wo es hakt.

  2. ½ TAG · OHNE DICHAuswertung

    Wir rechnen Kostensätze, Deckungsbeiträge und Preisgrenzen und finden die Schwachstellen.

  3. ½ TAG · BEI DIR ODER ONLINEErgebnis und Plan

    Wir gehen die Ergebnisse durch und legen fest, was du zuerst angehst. Den Bericht bekommst du schriftlich.

Vorbereitung

Das brauchen wir von dir

Keine Sorge, wenn nicht alles perfekt sortiert ist. Wir arbeiten mit dem, was da ist.

  • Letzter Jahresabschluss oder BWA
  • Liste deiner Maschinen mit Kaufjahr und Kaufpreis
  • Betriebsstunden je Maschine im letzten Jahr
  • Diesel- und Werkstattrechnungen oder Summen
  • Aufträge des letzten Jahres: Kunde, Festmeter, Preis
  • Lohnkosten für Fahrer und Mitarbeiter

Kosten und Förderung

Was dich das Paket kostet

3.500 €Honorar netto, 1 Beratertag
700 €Eigenanteil bei 80 % Zuschuss
1.750 €Eigenanteil bei 50 % Zuschuss

80 % gibt es in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen (ohne Leipzig), Sachsen-Anhalt, Thüringen und in den Regionen Lüneburg und Trier, sonst 50 %. Alle Beträge zzgl. USt. Du zahlst die Rechnung zuerst, der Zuschuss kommt danach vom BAFA. Die Förderrichtlinie läuft bis 31.12.2026.

Schon mal gerechnet? Beispiel 4 zeigt 19.700 € im Jahr allein durch Stillstand. Dein Eigenanteil liegt bei 700 bis 1.750 €.

Kostenlosen Förder-Check anfragen

Fragen zum Paket

Kurz beantwortet

Reicht ein Beratertag wirklich?

Ja, weil wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: deine Maschinen, deine Aufträge, deine Kunden. Die Auswertung machen wir zusätzlich ohne dich. Den schriftlichen Bericht erstellen wir zusätzlich.

Ich habe keine saubere Buchhaltung. Geht das trotzdem?

Ja. Wir arbeiten mit dem, was da ist, auch mit Rechnungen im Ordner und Zahlen aus dem Kopf. Genau dafür ist die Beratung da.

Ersetzt das meinen Steuerberater?

Nein. Dein Steuerberater schaut auf das vergangene Jahr und die Steuer. Wir schauen darauf, wie du künftig mehr verdienst. Die Ergebnisse kannst du gern mit ihm besprechen.

Kann ich danach auch das Paket Marketing machen?

Ja. Pro Jahr sind zwei geförderte Beratungen möglich. Viele Themen bauen aufeinander auf: Erst kennst du deine Preise, dann gewinnst du die passenden Kunden dazu.